„Liste“ ist zu mainstream.

Eine lineare Ansammlung von Punkten
auch Liste genannt,
findet sich zuweilen in meinem Kopf
Es geht um Momente, in denen ich lebe.
Lebe, nicht lebte.
Ich atme, schlafe, liebe, lebe immer,
doch nur in diesen Momenten fühlt es sich wie Leben an.
Vielleicht, weil nun mein Kopf mit dem Rest in Einklang ist.
Was bekanntlich nur geschieht,
wenn er verstummt.

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„The moment I realized I might be fictional…“

… die ersten Worte aus „Turtles All The Way Down“ von John Green (zu deutsch „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“)

Aza hat ein Problem, eines, was wohl jeder Mensch in sich trägt, eines, was vielleicht unter anderem oder vielleicht sogar als einzig relevante Komponente die Menschen von den Tieren unterscheidet; Aza hat es nur „mehr“ als die meisten – nämlich die Frage:

Wer bin ich?

Was bin ich? Weiterlesen

Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche – Alina Bronsky

Rosalinda Kalganowa hat sich trotz schwierige Kindheit zu einer tollen Frau entwickelt und trotz derzeitiger schwieriger Verhältnisse in der Sowjetunion von 1978 hält sie ihre Position: strahlend schön, intelligent, gute Manieren, tolle Kochkunst et cetera. Das alles weiß sie, sie ist schließlich auch überaus selbstreflektiert. Leider teilt ihre Tochter Sulfia – ein schöner tatarischer Name, der Nationalität der Mutter und des Vaters Weiterlesen

Tschüss Juni!

Der Frühling hat Ewigkeiten gedauert, was der bereits erwähnten imtobeek’schen Relativitätstheorie zu meiner Freude widersprach, umso überraschender ist die Tatsache, dass wir gerade tatsächlich Sommer haben. Der offizielle erste Sommertag ist, glaube ich, auch bereits angebrochen… Weiterlesen

„Erzähle…

... wie es war 
das erste Mal seit langer Zeit
in die Wellen zu springen?
Das Leben zu spüren?
Von der ältesten Macht der Erde umgeben zu sein?
Diejenige, deren kleine Späße
manche bereits das Leben kosteten?"

"Zunächst ist es laut
alle kreischen um dich herum
sodass du dein eigenes nicht hörst.
Und die Wellen kreischen auf ihre Art und Weise 
sie erfüllen dich mit ihrem Rauschen,
bis du deinen eigenen Namen vergisst
und dass er jemals wichtig war.

Und dann springst du

und alles hält an.

Du bist allein auf der großen Erde
und im weiten Meer.
Du schaust hinein, 
direkt in die Unendlichkeit.

Du bist in der Schwebe
und alles schwebt mit dir.
Es ist wie Warten,
ohne dass es etwas gibt, auf dass du wartest.

Du schwebst, in Zeitlupe,
denkst nicht,
fühlst nicht,

lebst.
"

Blaine

Prinzipien sind wie Bäume

Manche stehen aufrecht
manche schwanken im Wind
(und ein paar werden im Gewitter umgerissen)

Mit dem Fahrrad
auf ökologisch korrekte Art und Weise
unter ihnen hindurchfahren
ist das beste Gefühl der Welt

Doch biszuweilen
sehen wir
den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Wie der „Klassiker!“ rufende zarte Schleier jegliche Kritik im Keim erstickt

Vor nicht zu langer Zeit las ich mir den Klassiker „Unwiederbringlich“ von Theodor Fontane durch und bildete mir zugegebenermaßen tatsächlich etwas darauf ein. Da es ein Klassiker ist. Und dann am Ende musste sich meine Wenigkeit nun eingestehen, dass es trotz der Existenz als vielgefeierter und gepriesener KLASSIKER (gefeiert und gepriesen von wohl qualifizierteren Menschen als mir) ein schlechter Roman ist. Weiterlesen