Absurde alltägliche Beobachtungen; Heute: Von der Gastronomie-Hierarchie

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Dieser liebliche Bär wird übrigens Sir Gerald genannt.

17:43. Ich behelfe mir durch die Notizfunktion meines Handys über das nicht-existieren eines Notizbuches in meiner unmittelbarer Nähe. Ich denke doch tatsächlich gerade darüber nach, ob ich das Geschirr bei meinem Platz lassen oder aber die Gefahr der Freisetzung meiner Tollpatschigkeit riskieren soll, ergo das Geschirr einfach selbst zum Tresen bringen. *Ich beschließe, eine neue Rubrik in meinem Blog einzuführen, denn Überlegungen dieser Art habe ich nur allzu oft.* Diese Hierarchie der Gastronomie macht mich doch jedes Mal krank, das Unwissen um das How-to der Anpassung und Eingliederung in die Gesellschaft, die in jedem Café beziehungsweise Restaurant anders scheint, in meinem Fall ein typisches Hipster Cafe in Mitte. Woher wissen denn die anderen Gäste, was sie machen sollen, was jeweils angemessen ist, etwa wegen irgendeiner gewissen Angehörigkeit zum jeweiligen Milieu? Was natürlich plausibel klingt, aber was macht ebendies aus? Die Tatsache, dass sie hier sehr vertraut wirken, als ob sie sich gerade eine eigene Unendlichkeit geschaffen hätten, unabhängig von der Tatsache, dass sie sich zurzeit nicht in ihrem Hafen, diesem Ort, der den inneren Igel bedingungslos freisetzt, befinden. Wissen sie, weil sie unter sich sind, was den Mitarbeitern am liebsten ist, beziehungsweise was angemessen ist?

 

Ach, ich glaube, ich stelle das Geschirr zusammen und bringe es zum Tresen. Dieser Selbstaufforderung habe ich so viel Gewicht beigemessen, dass ich doch tatsächlich etwas nervös werde. Bis gleich.

17:53. Der Mitarbeiter hat eher befremdet reagiert, natürlich nett, wahrscheinlich ist er ein herzensguter Mensch mit Vollbart, aber dennoch befremdet. Bin ich befremdet, wenn mir die Rossmann-Verkäuferin einen wunderschönen Tag wünscht?

Teilergebnis: Die Leute sind (zwar meistens positiv, aber trotzdem) befremdet, wenn jemand aus dem Alltagsbrei à la Goldfischglas-Existenz besonders freundlich ist. Wird er sich an das seltsame, scheinbar menschliche Geschöpf erinnernn, dass sich die Mühe gemacht und das Geschirr gebracht hat, erinnern? Ich hoffe ja, denn das Geschirr hat auf meinen Händen, der Kippe zwischen Ehre und gewaliger Peinlichkeit vor einem Haufen Hipsterstudenten, wahrlich radikal gewackelt und mir einige beinahe Herzstillstände erbracht. Und außerdem, was festigt die Existenz eines Meschen mehr, als von einem Fremden bedacht zu werden.

Nachtrag: Jetzt, wo ich mir alles so durchlese, scheinen meine Beobachtungen geradezu banal und unnötig, aber eigentlich wird ja vom Leser für sich bestimmt, ob es unnötig ist. Ich poste das jetzt einfach mal, ich mag unnötige Dinge.

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Die rote Königin von Victoria Aveyard

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Bitte untertänigst zum Mahl!

HERRLICH HERZLICH WILLKOMMEN liebe Leute!

 

Heute geht es um einen Roman, der einfach extrem an gewisse Rassismus- oder generell Diskriminierungsverhältnisse erinnert, nur dass hierbei die tatsächliche Farbe des Blutes und die damit verbundenen Fähigkeiten sind, die „unterscheiden“. Aber dazu mehr 🙂

Die Geschichte spielt in einer entzweigerissenen Welt – die der Menschen mit silbernen Blut, die der Adligen, Reichen, Schönen, gleichermaßen gefühllos wie erzogen; die der Menschen mit rotem Blut (Merkt ihr etwas? Beides MENSCHEN!), dazu verdammt, ewig im Schatten und Staub ihrer Gebieter herumzukriechen. In so einer Welt lebt die Rote Mare Borrow. Sie stiehlt, ihre 14-jährige Schwester Gisa arbeitet als Näherin für die Silbernen, um ihre Familie, darunter auch der vom Krieg verkrüppelte Vater, durchzubringen. Mare ist realistisch, sie bemerkt die Enttäuschung ihrer Eltern und gesteht sich ihre Eifersucht gegen ihre überall „bessere“ Schwester ein. Nur gegen die Einberufung zum sinnlosen und langwierigen Krieg, die alle Roten ab 18 Jahren ohne Lehrstelle oder Arbeit einbezieht, will sie ankommen. Doch was sie schließlich tut, kostet lediglich Gisa ihre Näherinnenhand. Bei einem erneuten Raubzug, der auch als Flucht vor den Blicken ihrer Familie sowie den eigenen Schuldgefühlen, wird Mare von einem ihrer Opfer erwischt – Cal genannt, praktischerweise in Mares Alter und – wie könnte es anders sein – ziemlich gutaussehend. Cal gibt ihr jedoch entgegen ihrer Befürchtungen für Mares Verhältnisse eine Masse an Geld und besorgt ihr, wie sich später herausstellt, eine Stelle im königlichen Sommerschloss, damit sie nicht zum Krieg muss. Direkt bei Mares erstem Tag im Palast erlebt sie die Königinnenkur, bei welcher silberne Mädchen ihre extremen Fähigkeiten demonstrieren, um sich den Kronprinz (Mare bekannter, als sie gedacht hätte…) zu krallen und nächste Königin zu werden. Als das letzte Mädchen (ungefähr so cool drauf wie Bellatrix Lestrange) vortritt und einiges Chaos verursacht, rettet sich Mare mit ungeahnten Fähigkeiten, eigentlich Typ Silber. Um Geflüster zu vermeiden, überlegt sich die Königin (Synonym zu Voldi) folgende bravouröse Geschichte: Mare ist jetzt lang verschollene Tochter eines verstorbenen Generals und mit dem jüngeren der beiden Prinzen verlobt.

Vom Überlebensinstinkt geleitet, akzeptiert Mare ihre neue Identität und arrangiert sich mit ihr, vom Gerechtigkeitshunger geleitet, schließt sie einige gefährliche Bündnisse; ihr Plan, endlich Gerechtigkeit zu erwirken scheint so sicher, doch ein herzzerbrechender, wirklich unvorhersehbarer, unglaublicher und doch mitleiderregender Verrat lässt alles in sich zusammenfallen wie ein verdammtes Kartenhäuschen; ARGH.

Ich habe es schon wieder getan. Ich habe mich anfangs von dem Cover und den normalerweisen Lesegewohnheiten der Freunde, die es mir empfohlen haben, leiten lassen. Und niemals hätte ich mir denken, können, dass Mare in Wahrheit fast genauso cool ist wie Katniss beispielsweise! Realistisch, sarkastisch, Zerrissenheit zwischen dem Überlebensinstinkt und der schreienden Ungerechtigkeit, von ganz unten kommend und plötzlich fast zu weit oben. Ich liebe solche Protagonisten!!! Und auch der Stil… trocken und sich der Scheiß-Lage bewusst, aber immer noch ein Hauch von Poesie… Die Gefühlslagen sind großartig herübergebracht, nichts ist völlig schwarz-weiß und zum Beispiel der Verrat am Ende (Schluchz… ich bin noch immer nicht darüber hinweggekommen…) lässt einen auch nochmal nachdenken, über die Beweggründe, über das eigene Verhalten in so einer Situation. Ebenfalls geschickt gelöst ist die Handlung oder eher die vielen Wendepunkte, die den Leser zwar in Atem halten, aber dennoch überschaubar bleiben.

Was ich allerdings schade finde, ist erstens, dass dieser Bestimmungs-Quatsch bezüglich der Romantik bestehen bleibt. Man denkt wirklich, dass sie sich trotz Cal in Maven verliebt, aber Pustekuchen! Und wie oben erwähnt: Der Roman wird einfach richtig vermainstreamt, zusammengequetscht in ein Paket der Kitschigkeit gepackt, vielleicht um es manchen LeserInnen schmackhafter zu machen, aber Fakt ist doch, dass das Buch schlicht nicht Typ – nun ja, mir fehlt das passende Wort. Aber was ich meine ist doch klar, oder? Es ist eher Tribute von Panem mäßig, aber wird trotzdem schändlicherweise zur z.B. Göttlich-Trilogie geschoben. Ich hasse sowas.

Aber davon lässt sich bitte niemand von dem Roman ablenken, er ist und bleibt toll. Und wahrscheinlich werde ich von mir selbst gezwungen, die restlichen zwei Bücher ebenfalls zu inhalieren. Sei’s drum.

Bis zum nächsten Mal und ein HERRLICH HERZLICHES WILLNICHTKOMMEN!

Zum Cover und dem anderen offiziellen Gedöns. Wollen doch nicht die Urherberrechtler verärgern.

HARRY POTTER AND THE CURSED CHILD. OH GOTTOTTOTT.

Zugegebenermaßen, mein Jahuu-Beitrag ging vor Ewigkeiten online, doch untröstlicherweise wurde ich von etlichen großartigen Romanen abgelenkt. Also nicht meine Schuld 🙂

Aber nun, für alle, die noch nicht zu Lesen gekommen sind, lumos in die vielleicht unklare und accio Handlung!

Also. Ich bin irgendwie außerordentlich aufgeregt. Okay. Die Handlung spielt NEUNZEHN Jahre nach dem Buch „Die Heiligtümer des Todes“, die erste Szene ist hierbei aus dessen Epilog übernommen. Neunzehn Jahre. Genug für Harry, Hermine, Ron und Ginny, sich total süße Familien und ziemlich coole Berufe zuzulegen. Hermine als Zaubereiministerin! Mein zweitsehnlichster (sehnlichster: Weltfrieden) Wunsch geht in Erfüllung!

Nun kann man denken, allen geht’s supi, alles in paletti, Voldi ist weg, alles guddie. Tja, falsch gedacht. Während bestimmte Personen immer noch ihre Angehörigen betrauern, die für den Jungen, der überlebt hat, gestorben sind, bröckelt die Vater-Sohn-Beziehung zwischen Harry und Albus Severus. Al fühlt sich von Harry nicht verstanden und dann auch noch als Aussätziger vom Rest der Familie, da er vom Sprechenden Hut zu Slytherin geschickt wird (Bin selber stolze Hufflepuff). Nur sein bester Freund, der von allen Verschmähte Scorpius Malfoy, hält zu Albus. So kommen die beiden eines Tages die Idee, Amos Diggory, der seinen Sohn Cedric (auch aus Hufflepuff!) beim Trimagischen Turnier an Voldemort verlor, zu helfen und mithilfe eines Zeitumkehrers und Amos‘ Nichte, in die Vergangenheit zu reisen, und Voldemort vor dem Cedrics Ermorden zu hindern.

Irgendwie vorhersehbar, dass das nicht sehr gut läuft. Als die beiden nach nur fünf Minuten in der Vergangenheit in ihre eigene Zeit zurückkehren, finden sie diese jedoch völlig verändert vor. Beispiel: Ron mit Padma verheiratet! Nichts gegen sie, aber… was ist mit Hermine?! Tja, verbittert und zornig, hat sie sich selbst an Hogwarts vergeben.

Scorpius und Al checken natürlich gar nichts mehr, und benutzen den Zeitumkehrer ein weiteres Mal und ein weiteres mal, bis sich unter anderem eine radikal veränderte Welt zeigt, die immer noch von Voldemort regiert wird!

Das Ganze eskaliert und die beiden Freunde müssen wie einst Hermine, Ron und Harry, aber auch Ginny schmerzlich erfahren, dass das Böse oft genau dort herkommt, wo du es am wenigsten erwartest.

Harry Potter and the Cursed Child gibt dem Ausdruck Was wäre, wenn eine völlig neue Bedeutung. Wie ein paar Handgriffe die komplette Zukunft so radikal verändern kann, ist irgendwie wirklich augenöffnend. Auch dass es für Harry zum Beispiel kein Happy-Happy-End gab, fand ich sehr sympathisch – als ob jemand für den rest seines Lebens dauerglücklich ist. Wie langweilig wäre das! Aber keine Sorge, das Leben geht weiter und das Leben ist eine bitch.

Zum Glück sind nicht alle Kinder Harrys nicht zu Gryffindor gekommen, denn dass Albus so cool ist, und „trotzdem“ bei Slytherin ist, hebt etwas von dem Negativen, was Slytherin behaftet, auf – was ich super finde.

Nur: Ich vermisse Luna! Aber bevor ich mich hier in unzusammenhängenden Aspekten verstricke, zusammenfassend:

Joanne Rowling hat es mal wieder geschafft. Egal, wie dreckig es dir geht, eine Seite gelesen und schon bist du drin und kommst nicht mehr raus. Egal wie verzweifelt deine Situation ist, eine Seite und schon glaubst du daran, dass du egal wie eine Lösung findest und das Gute gewinnen lässt. Egal wie unfair du dich behandelt fühlst, Harry, Albus, Draco, Scopius, und so viele andere zeigen dir, dass es irgendwann einen Ausweg geben wird.

Hogwarts, die Zaubererwelt im Allgemeinen bedeuten so vielen so viel. Warum? Es lässt dich in einer Welt leben, in der das Gute gewinnt, man sich seine Wünsche aus einer Handbewegung heraus erfüllen kann. Diese unendlichen Weiten, überall die Spuren der Zauberer, überall Portale und Schlüssel zu einer komplett anderen und wundervollen Welt. Für die Dauer des Lesens ist man Zauberer oder Hexe und es ist perfekt.

Auf Wiedersehen, Harry, Hermine, Ron, Ginny, Luna, Albus, Scorpius, Draco, Dumbledore (wenn auch nur dein Porträt), Luna, Molly, Arthur, und viele mehr.  Auf ein erneutes Begegnen.

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Kristin Cashore – Die Flammende

Tachschen. Muss reichen.

Der HEUTIGE Roman spielt in einer Welt, wo die sogenannten Monster existieren, wobei diese eigentlich eher Kopien von echten Tieren in unnatürlichen und unglaublich schönmachenden Farben sind, beispielsweise die nun eher harmlosen Kätzchenmonster in gelb – oder so. Folgender Sachverhalt: Monster beschränken sich oft notgedrungen auf Menschen, aber besonders gerne vertilgen sie Fleisch ihrer Monsterkollegen. Ungünstig für Fire, die sich nicht nur bemüßigt fühlt, die Sünden ihres Vaters wettzumachen, mit der Wirkung ihrer außerordentlichen Wirkung auf die Normalos, welche übrigens mit ihrer Monster-Abstammung zusammenhängt, sondern auch mit den dementsprechend hartnäckigen Tiermonstern fertigzuwerden. UND dazu ihrem Hang zum Selbsthass, der ihrer Begabung zur übernatürlichen Bewusstseinswahrnehmung und bewusster -Manipulierung, zugrunde liegt.

Dem nicht genug: Die chaotische Lage im Königreiche, vom vorigen Herrscher (mit Fires Vater als Mitwirkender!), der jegliches System in die Luft gejagt hat, hinterlassen, veranlasst mehrere einflussreiche „Untermieter“, Intrigen zum Fall des Königs zu schmieden.

AUßERDEM (huiuiui, ganz schön viel los da draußen), bemerkt Fire seit Langem diverse und eher random (Ich nutze englische Ausdrücke ergo ich bin cool) Personen mit „vernebeltem“ Bewusstsein, welche vor allem in ihrer Anwesenheit verdächtige Verhaltensweisen aufzeigen.

Alles in allem beschließt Fire, sich in die Höhle der Löwen (Wäre doch mal ein guter Vorschlag für VOX: Die Höhle der Löwen in Fantasy-Edition) voller Fremden und vor allem Brigan, einem Mitglied der Königsfamilie, der durch Fires Vater sehr viel verloren hat und ihr dadurch erstmal (für Außenstehende gruselig anmutendes Insider-Lächeln meinerseits) pure Verachtung entgegenbringt. Und während sich die beiden trotz der… anfänglichen…umstandsbedingten… Schwierigkeiten näher kommen (für Außenstehende gruselig anmutendes Insider-Lächeln meinerseits artet aus), findet ihr Plan zur vollkommenen Beseitigung der Intriganten seinen Höhepunkt, welcher dann aber auch wieder von einer zuvor erwähnten, aber figurenseits (ja, ein von mir erfundenes Adjektiv) nicht beachteten Bedrohung und nochmal DEREN Höhepunkt überschattet wird.

So… für mich persönlich steht hier die Charakterausarbeitung mit allen Zusammenhängen im Vordergrund, allen voran natürlich Fire. Hach, das Mädchen, das einen zwangsweise natürlichen Teil ihrer selbst hasst und wahrscheinlich auch fürchtet, genau wie ihre Begabung, die man auch als Fluch sehen kann. Ist nicht irgendwie jede Begabung oder auch nur besondere Fähigkeit, auch von uns Ottonormals irgendwie ein Fluch, oder auch nur die jeweiligen (möglichen?) Folgen? Auch Fires sich-widersetzen gegenüber Archer (=Kindheitsbuddy) später, als sie ihre Fähigkeiten mit einer deutlich gesunkenen Hemmschwelle einsetzt, zeigt doch auch nur, dass sie ihre Unsicherheit, die sie nicht wahrnehmen möchte, deswegen gegen Archer richtet und sich einen vielleicht komplett erdachten Schutzschild zulegt. Oder ich überschätze meine analytischen Fähigkeiten. Wie auch immer.

An Fires Charakter liebe ich auch, dass sie ihre Schönheit wie ihre eigentliche Gabe als Fluch empfindet und Cashore hat es auch noch geschafft, damit verbunden den Sexismus zu erwähnen, denn NATÜRLICH hat Fires Vater als Mann die ganze Scheiße nicht abbekommen, die das arme Mädchen ertragen muss.

Sehr interessant und im Privaten auch Parallelen aufweisend finde ich die Tatsache, dass das Erbe der Eltern vielleicht sogar negativ ausfällt, weswegen du dein Leben lang darauf konzentriert bist, zwangsgut zu sein, bloß nichts zu tun, was mit deinem Alten in Verbindung gebracht werden kann, nicht in der Lage, das nervtötende „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ zu hören. (Tatsächlich ist der Apfel weit genug gefallen, damit Newton auf die Schwerkraft kam. Und deshalb, liebe Leute, können wir heute nicht fliegen.)

Und wie immer: Die sich im Prolog ankündigende Bedrohung, auf die es immer ein paar verstreute, abwegige Hinweise gibt, dann taucht sie auf einmal auf, du rastest aus, dann verschwindet wieder, du fragst dich, ob das alles gewesen sein soll, und DANN zerstört sie alles! Ist das nicht immer wieder schön??? Diesmal ohne jegliche Ironie, ich liebe es, wenn so etwas passiert!

UND WIE IMMER: Es ist eine Reihe. MAANN. Wieso kann es nicht einmal EIN einziger Roman sein? Jetzt ist es so, dass ich offenbar den Ersten Band, die Beschenkte, übersprungen habe, und der dritte Band, die Königin, vor Kurzem herausgekommen ist. Zum Glück sind die drei relativ unabhängig voneinander sind, aber trotzdem fühle ich mich verpflichtet, die beiden IRGENDWIE ausfindig zu machen. Trololol.

Okay, Fazit: Tolle Aspekte erwähnt, größtenteils super Charaktere, GROßARTIGE Verstrickungen, aber irgendwie in der Handlung ein bisschen unübersichtlich.

Tschüss. Muss reichen.

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Probieren der Freiheit?

 

Einige Bemerkungen basierend auf einem zum vierten Mal gelesenen Roman

Hierbei handelt es sich übrigens um einen meiner Lieblings-Romane, the fault in our Stars. Wobei ich unbedingt hinzufügen muss, dass bei mir die Bezeichnung Lieblingsroman dafür steht, dass er auch nachdem ich ihn gelesen habe, ein Lieblingsroman bleibt.

Wie von Peter van Houten kurz angesprochen wurde, werden die Toten mit dem Perfekt, oder irgendeiner anderen Vergangenheitsform x bedacht, während die Literatur immer im Präsens beschrieben wird. Meine Frage, warum? Dies ist eine dieser Überlegungen, die für andere äußerst banal erscheinen, für andere verrückt – tatsächlich wirkte ich für einen Moment auf meine Umgebung „verrückt“, dabei wollte ich nur wissen, ob andere darüber so denken wie ich und jede andre Ansichtsweise natürlich mit meinen überzeugenden Argumenten niedermachen – für mich persönlich aber vollkommen plausibel und auf jeden Fall einer ausschweifenden Überlegung wert war.

Der Punkt ist, warum wird sprachlich gesehen mit den Toten abgeschlossen, und mit der Handlung einer Geschichte nicht? Was ist der Unterschied?

Ein Mensch ist voller Erinnerungen, es ist ja nicht so, dass sie mit ihm sterben, es ist so, dass vielleicht nicht genau jene, aber dennoch, mit der Umgebung weiterleben, sodass der Mensch unabhängig seines physischen Todes weiterlebt (In den Gehirnen und nicht den herzen, liebe Bilderbuch-Mütter, lernt bitte bitte diesen Unterschied, bevor ihr euren fünf- bis zehnjährigen Sohn über den Tod seines Großvaters oder Hamsters oder was auch immer hinwegtröstet!!!). Ein Mensch also ist jemand, der uns während seiner Lebenszeit wertvolle Informationen oder Erfahrungen weitergegeben hat, es spielt keine Rolle, ob wir wissen, dass wir alle sterben, es spielt eine Rolle, dass wir die wirklichen, wesentlichen, bedeutungsvollen Dinge, die er uns mitgibt, behalten und unsererseits weitergeben werden. Oder nicht und wir ziehen ganz eigennützig unseren alleinigen Profit daraus. Geht auch. So.

Ist Literatur nicht auch dafür da? Um zu bilden, zu erfahren, rühren, vertrauern, provozieren, Raum für Erinnerungen schaffen, glücklich, zornig, verständnisvoll, frustriert zu machen? Oder ist dies einfach eine Nebenwirkung des Seins, für Menschen und Bücher gleichermaßen?

Lebt nicht jedes Buch in den Gedanken des Lesers fort, genauso wie die physisch gestorbene Person im Kopf der Liebenden? Nach dem Tod bzw. der letzten Worte? Wie kommt es also, dass man sagt, „Skulduggery IST extrem cool“, aber „Shakespeare WAR extrem cool“?

Das war’s mit Denkanstößen ins kalte Nichts meinerseits, falls jemand im kalten Nichts meinen Gedankengängen nicht mehr folgen kann, ist ihm erlaubt, seine Kritik in allen Details aufzuschreiben, an Sir Gerald Imtoobeek aus dem Hause Hufflepuff zu adressieren, in eine bruchsichere Flasche zu stecken und in die Spree zu werfen.

Soll angeblich helfen.

Viel Glück.